Kultur Deutschland
Da es lange Zeit keine gemeinsame staatliche Zugehörigkeit in Deutschland gab, war es historisch gesehen relativ schwierig Patriotismus und eine eigene Kultur zu entwickeln. Bereits im späten 19. Jahrhundert wurde der Nation immer wieder Überheblichkeit vorgeworfen, was sich dann durch den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg weiter verstärkte. Daher konnte sich nie wirklich ein eigener Kultur-Pathos entwickeln. Da man sich nach dem Zweiten Weltkrieg bezüglich Patriotismus eher in Bescheidenheit üben wollte, übergab man die Kulturhoheit im Zuge des Föderalismus den einzelnen Bundesländern, was sich im Nachhinein als sehr förderlich herausstellen sollte. Denn dies führte zu einer äußerst vielfältigen Kulturszene in Deutschland, das gemeinhin als „Land der Dichter und Denker“ bekannt ist. Bekannt ist Deutschland immer noch durch bekannte Musiker und Komponisten wie Bach, Beethoven und Strauss sowie Autoren wie Goethe und Schiller. Doch die deutsche Kultur hat in der Gegenwart noch viel mehr zu bieten: 6.200 Museen, davon allein 630 Kunstmuseen, 8.800 Bibliotheken, 820 Theater und Opern und unzählige Musik- und Filmfestivals - all das spricht für die kulturelle Vielseitigkeit Deutschlands. Hinzu kommen 36 UNESCO geschützte Denkmäler, wovon wohl die bekanntesten der Kölner und der Aachener Dom sowie die Römischen Baudenkmäler in Trier sind, die Jahr für Jahr unzählige Besucher anziehen.